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Checklisten & Vorlagen für Selbstständige

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Alle 13 Checklisten im Überblick

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Gründung & Start

Gründungs-Checkliste: 27 Schritte zur Selbstständigkeit

Alle wichtigen Aufgaben auf einen Blick — von der Idee bis zum ersten Kunden. In drei Phasen gegliedert.

Phase 1: Vorbereitung (Schritte 1–9)

  • Geschäftsidee schriftlich formulieren (Was bietest du an? Für wen?)
  • Zielgruppe und Kundenproblem definieren
  • Wettbewerbsanalyse: 5 Mitbewerber recherchieren und vergleichen
  • USP (Alleinstellungsmerkmal) festlegen
  • Erste Preiskalkulation: Stundensatz oder Produktpreis ermitteln
  • Businessplan schreiben (auch kurz, 5–10 Seiten reichen)
  • Finanzplan erstellen: Kosten, erwartete Einnahmen, Break-Even
  • Notfallrücklage prüfen: mind. 3–6 Monate Lebenshaltungskosten vorhanden?
  • Privates Umfeld informieren (Partner, Familie)

Phase 2: Anmeldung & Behörden (Schritte 10–18)

  • Rechtsform wählen (Einzelunternehmen, GbR, UG, GmbH, Freiberufler)
  • Gewerbe anmelden (Gewerbeamt, ca. 20–60 €) — ODER: Freiberuflichkeit prüfen
  • Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt ausfüllen
  • Steuernummer / USt-IdNr. beantragen (falls nötig)
  • Geschäftskonto bei einer Bank eröffnen
  • Krankenversicherung klären: GKV freiwillig oder PKV?
  • Rentenversicherungspflicht prüfen (je nach Branche)
  • Berufshaftpflichtversicherung abschließen (je nach Tätigkeit)
  • Betriebshaftpflicht prüfen (für Schäden an Dritten)

Phase 3: Start & erste Kunden (Schritte 19–27)

  • Buchhaltungssystem einrichten (Lexoffice, sevDesk, o.ä.)
  • Rechnungsvorlage mit allen Pflichtangaben erstellen
  • AGB und Datenschutzerklärung (DSGVO) für Website erstellen
  • Impressum online stellen
  • LinkedIn-Profil oder Website als erstes Akquise-Tool aufsetzen
  • Erste 10 potenzielle Kunden identifizieren und kontaktieren
  • Netzwerk aktivieren: Bekannte über neue Selbstständigkeit informieren
  • Ersten Auftrag abschließen und Rechnung stellen
  • Steuervorauszahlungen im Kalender vormerken (März, Juni, Sept, Dez)
Gründung & Start

Businessplan-Vorlage: 8 Kernkapitel

Alle 8 Kapitel mit Leitfragen — sofort ausfüllbar für Bank, Investoren oder die eigene Planung.

Kapitel 1: Executive Summary

Meine Geschäftsidee in 3 Sätzen:
Zielmarkt und Zielgruppe:
Kapitalbedarf: ___ € | Break-Even: Monat ___
Mein USP (Alleinstellungsmerkmal):

Kapitel 2: Unternehmen & Gründer

Unternehmensname:Rechtsform:
Gründungsdatum:Standort:
Qualifikationen und relevante Erfahrung:
Warum bin ich der/die Richtige für dieses Geschäft?

Kapitel 3: Produkt / Dienstleistung

Was biete ich genau an?
Welches Problem löse ich für Kunden?
Entwicklungsstand (Idee / Prototyp / fertig):
Schutzrechte vorhanden? (Patent, Marke):

Kapitel 4: Markt & Wettbewerb

Zielmarktgröße: ___ Mio. € | Wachstum: ___ % p.a.
Meine 3 Hauptwettbewerber:
Meine Positionierung:

Kapitel 5: Marketing & Vertrieb

Wichtigste Vertriebskanäle:
Preismodell:Ø Auftragswert: ___ €
Marketingbudget Monat 1–3: ___ €
Geplante Marketingmaßnahmen:

Kapitel 6: Organisation & Personal

Werde ich alleine starten?
Erste Einstellungen geplant ab:
Externe Dienstleister/Partner:

Kapitel 7: Finanzplanung (3 Jahre)

JahrUmsatz (€)Kosten (€)Ergebnis (€)
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Startkapital benötigt: ___ €Eigenkapital: ___ €
Fremdkapital: ___ €

Kapitel 8: Chancen & Risiken (SWOT)

Stärken:Schwächen:
Chancen:Risiken + Gegenmaßnahmen:
Finanzen & Recht

Rechtsform-Vergleich: Einzelunternehmen, GbR, UG, GmbH

Alle Rechtsformen auf einen Blick — Haftung, Kosten, Steuern, Buchführung und Empfehlung.

KriteriumEinzelunternehmenFreiberuflerGbRUG (haftungsb.)GmbH
HaftungVoll persönlichVoll persönlichVoll persönlich (alle)Nur GesellschaftsvermögenNur Gesellschaftsvermögen
MindestkapitalKeinesKeinesKeines1 €25.000 €
Gründungskosten20–60 € (Gewerbe)0 € (Fragebogen FA)20–60 € (Gewerbe)300–800 € (Notar + HR)1.000–2.500 € (Notar + HR)
BuchführungEÜR bis 60.000 € UmsatzEÜR immerEÜR (bis Grenzen)Bilanzpflicht ab GrenzenBilanzpflicht immer
GewerbesteuerAb 24.500 € GewinnKeine (Freiberufler)Ab 24.500 €ImmerImmer
SozialversicherungKSK oder freiwillig GKVKSK oder freiwillig GKVJeder Gesellschafter einzelnGF meist GKV-pflichtigGF meist GKV-pflichtig
Geeignet fürEinfacher Start, SoloselbstständigeÄrzte, Anwälte, Berater, Kreative, IT2+ Personen, informelle PartnerschaftStart-ups, Haftungsschutz mit wenig KapitalGrößere Projekte, Investoren
Empfehlung⭐ Einfachster Einstieg⭐⭐ SteuervorteilNur mit Gesellschaftervertrag⭐⭐ Bester KompromissWenn Kapital & Wachstum geplant
Hinweis: Diese Tabelle gibt eine Erstorientierung. Für deine konkrete Situation empfehlen wir das Gespräch mit einem Steuerberater oder einer Gründungsberatung (IHK/HWK oft kostenlos).
Gründung & Start

Freelancer-Checkliste: 15 Schritte zum ersten Auftrag

Von der Anmeldung bis zur ersten bezahlten Rechnung — alles was du brauchst, um als Freelancer zu starten.

  • Entscheiden: Freiberufler (§18 EStG) oder Gewerbe? (Tätigkeit prüfen!)
  • Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt ausfüllen
  • Steuernummer erhalten und aufbewahren
  • Geschäftskonto eröffnen (separates Konto empfohlen)
  • Krankenversicherung klären (freiwillig GKV oder PKV)
  • Berufshaftpflicht abschließen (je nach Branche Pflicht oder sehr empfehlenswert)
  • Profil auf LinkedIn vollständig ausfüllen (Foto, Headline, Services)
  • Portfolio oder Website erstellen (mindestens eine Seite mit deinen Leistungen)
  • Stundensatz kalkulieren: (Wunschgehalt + Kosten + Steuerpuffer + Urlaub) ÷ Arbeitsstunden
  • Angebots-Vorlage erstellen
  • Rechnungs-Vorlage mit allen Pflichtangaben erstellen
  • AGB formulieren (Zahlungsziel, Urheberrecht, Korrekturrunden)
  • Erste Akquise: Kontakte aus vorherigem Job/Studium ansprechen
  • Ersten Auftrag annehmen, schriftlich bestätigen lassen
  • Erste Rechnung stellen und Zahlungseingang überwachen
Bonus-Tipp Kleinunternehmerregelung (§19 UStG): Bis 25.000 € Umsatz im ersten Jahr möglich — keine Umsatzsteuer auf Rechnungen. Einnahmen-Ausgaben-Journal von Tag 1 führen!
Finanzen & Recht

EÜR-Template: Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Einfaches monatliches Tracking deiner Einnahmen und Ausgaben — mit Kategorien und Jahresübersicht.

Monatliches Tracking

DatumBeschreibungBetrag (netto)UStBruttoKategorieBeleg-Nr.

Einnahmen-Kategorien

  • Umsatzerlöse (Kerngeschäft)
  • Sonstige betriebliche Erträge
  • Privateinlagen

Ausgaben-Kategorien

  • Büro & Miete
  • Software & Tools
  • Marketing & Werbung
  • Weiterbildung
  • Telefon & Internet
  • Fahrtkosten
  • Bewirtung (70% absetzbar)
  • Versicherungen
  • Steuerberatung
  • Waren/Material
  • Sonstiges

Jahresübersicht

Gesamteinnahmen:Gesamtausgaben:
Gewinn/Verlust:
ESt-Rücklage (25–42%):GewSt-Rücklage:
Wichtige Erinnerungen:
✓ Alle Belege aufbewahren (10 Jahre!)
✓ Kontoauszüge monatlich archivieren
✓ Steuervorauszahlungen: März, Juni, September, Dezember
Marketing & Wachstum

30-Tage-Kundengewinnungsplan

Täglich eine Aufgabe — nach 30 Tagen hast du ein funktionierendes Akquise-System aufgebaut.

Woche 1: Fundament (Tage 1–7)

  • Tag 1: Idealkundenprofil schreiben (Alter, Branche, Problem, Budget)
  • Tag 2: 3 konkrete Angebotspakete definieren und aufschreiben
  • Tag 3: LinkedIn-Profil für Akquise optimieren (Headline, About, Services)
  • Tag 4: 20 potenzielle Wunschkunden identifizieren und in Liste eintragen
  • Tag 5: Pitch in 30 Sekunden schreiben und laut üben
  • Tag 6: Angebotsvorlage und Rechnungsvorlage fertigstellen
  • Tag 7: Review Woche 1 — was klappt, was nicht?

Woche 2: Erste Kontakte (Tage 8–14)

  • Tag 8: 5 LinkedIn-Verbindungsanfragen mit persönlicher Nachricht
  • Tag 9: 3 relevante Branchen-Gruppen/Communities beitreten
  • Tag 10: Ersten hilfreichen Kommentar in einer Community schreiben
  • Tag 11: 5 weitere LinkedIn-Nachrichten (Mehrwert bieten, nicht pitchen)
  • Tag 12: Erstes Kaltakquise-Telefonat (nur ein einziges — Anfang machen!)
  • Tag 13: Netzwerk aktivieren: 10 alte Kontakte anschreiben
  • Tag 14: Review Woche 2 — erste Antworten auswerten

Woche 3: Sichtbarkeit (Tage 15–21)

  • Tag 15: Ersten LinkedIn-Post veröffentlichen (eigene Erfahrung/Lernerkenntnis)
  • Tag 16: Kostenlosen Mehrwert anbieten (Mini-Audit, kurzes Beratungsgespräch, Template)
  • Tag 17: Testimonial oder Referenz von früherem Auftraggeber anfragen
  • Tag 18: Google My Business Profil anlegen (falls lokal tätig)
  • Tag 19: 5 neue Kaltakquise-Nachrichten (jetzt mit besserem Ansatz)
  • Tag 20: Website/Portfolio mit 1 Kundenprojekt oder Case Study ergänzen
  • Tag 21: Review Woche 3 — erstes Gespräch geführt?

Woche 4: Abschluss & System (Tage 22–30)

  • Tag 22: Follow-up bei allen Kontakten ohne Antwort
  • Tag 23: Preisgespräch vorbereiten (Einwände üben)
  • Tag 24: Zweiten LinkedIn-Post veröffentlichen
  • Tag 25: Empfehlungspartner identifizieren (wer kennt deine Zielkunden?)
  • Tag 26: Empfehlungspartner kontaktieren und Win-Win vorschlagen
  • Tag 27: Angebot nachfassen bei Interessenten
  • Tag 28: Referenz/Testimonial von erstem Kunden anfragen
  • Tag 29: Akquise-System dokumentieren (was hat funktioniert?)
  • Tag 30: Monats-Review — nächste 30 Tage planen
Gründung & Start

Nebenberuflich Selbstständig: Alles Wichtige auf einen Blick

Rechtliches, Steuern, Arbeitgeber, Buchhaltung — alles was du vor dem Start prüfen musst.

Block 1: Arbeitsrechtliches klären

  • Arbeitsvertrag auf Nebentätigkeitsklausel prüfen
  • Ggf. schriftliche Genehmigung beim Arbeitgeber einholen
  • Keine direkte Konkurrenz zum Arbeitgeber (Wettbewerbsverbot beachten)
  • Arbeitszeit: Insgesamt max. 10h/Tag (Arbeit + Nebenjob), Ruhezeiten einhalten

Block 2: Steuerliches klären

  • Finanzamt informieren (Fragebogen steuerliche Erfassung)
  • Einnahmen werden zur Einkommensteuer addiert — höherer Grenzsteuersatz beachten
  • Kleinunternehmerregelung prüfen (bis 25.000 €/Jahr Umsatz)
  • EÜR führen (alle Einnahmen und Ausgaben dokumentieren)
  • Steuerpuffer zurücklegen: ca. 25–35% des Gewinns

Block 3: Krankenversicherung

  • GKV-Mitglied: Nebenberufliche Selbstständigkeit bleibt kostenfrei, wenn: Wöchentliche Arbeitszeit unter 20h UND Einnahmen unter 505 €/Monat (2024)
  • Sonst: Zusatzbeitrag oder Wechsel in freiwillige Mitgliedschaft prüfen

Block 4: Rentenversicherung

  • Rentenversicherungspflicht für bestimmte Berufe prüfen (§2 SGB VI)
  • Befreiungsantrag stellen falls Hauptjob Rentenversicherungspflicht abdeckt

Block 5: Gewerbeanmeldung

  • Freiberufler? → Nur Fragebogen Finanzamt, kein Gewerbeschein nötig
  • Gewerbe? → Anmeldung beim Gewerbeamt (20–60 €)
  • Brauche ich eine Erlaubnis/Lizenz für meine Tätigkeit?

Block 6: Buchhaltung

  • Separates Konto für Einnahmen/Ausgaben einrichten
  • Rechnungsvorlage mit Pflichtangaben erstellen
  • Alle Belege von Tag 1 aufbewahren
Finanzen & Recht

KV-Vergleich: GKV vs. PKV für Selbstständige

Alle Fakten für die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

KriteriumGKV (freiwillig)PKV
Beitrag berechnet nachGesamteinkommen (ca. 15–16% + Zusatzbeitrag)Alter + Gesundheitszustand + Leistungsumfang
Mindestbeitrag 2024ca. 200–250 €/MonatAb ca. 300–400 €/Monat
Höchstbeitrag 2024ca. 900 €/MonatIndividuell, kann >1.000 € werden
Mitversicherung FamilieJa, kostenfrei (ohne eigenes Einkommen)Nein, jede Person extra
Beitrag bei EinkommensausfallBleibt gleichBleibt gleich (Anwartschaft möglich)
LeistungsumfangEinheitlich, solideIndividuell konfigurierbar, oft besser
Rückkehr in GKVSchwierig (ab 55 kaum möglich)
Beitragsanpassung im AlterGeringOft erheblich
EmpfehlungUnter 40, Familie geplant, schwankende EinnahmenGesund, jung, keine Kinder, dauerhaft gute Einnahmen

5 wichtige Fragen vor der Entscheidung

  • Plane ich Familie / Kinder?
  • Wie stabil sind meine Einnahmen langfristig?
  • Wie alt bin ich?
  • Habe ich Vorerkrankungen?
  • Wie hoch ist mein Einkommen?
Planung & Organisation

Wochenplaner für Selbstständige

Struktur, die hält: Time-Blocking, Wochenziele und täglicher Review.

Wochenziele (3–5 pro Woche)

1.bis:
2.bis:
3.bis:
4.bis:
5.bis:

Wochenplan (Time-Blocking)

ZeitMontagDienstagMittwochDonnerstagFreitag
8–10h
10–12h
12–13hMittagspauseMittagspauseMittagspauseMittagspauseMittagspause
13–15h
15–17h
17–18h

Feste Blöcke empfohlen

  • Deep Work Block: 2–4h täglich, ungestört (keine Mails/Nachrichten)
  • Admin Block: 1–2x pro Woche (Buchhaltung, E-Mails, Rechnungen)
  • Akquise-Block: 3–5x pro Woche, min. 30 Minuten
  • Weiterbildung: 1–2h pro Woche

Täglicher Review (abends, 5 Min.)

Wichtigster Erfolg heute:
Was hat mich aufgehalten?
Was nehme ich für morgen mit?

Wochenreview (freitags, 15 Min.)

Ziele erreicht?
Einnahmen diese Woche: ___ €
Offene Angebote:
Energie-Level (1–10):
Fokus nächste Woche:
Planung & Organisation

Nebengewerbe Starter-Kit

Checkliste zur Gewerbeanmeldung + Pflichtangaben auf der Rechnung + die 5 wichtigsten Steuertipps.

Checkliste Gewerbeanmeldung

  • Ausweis/Reisepass mitnehmen
  • Ausgefülltes Gewerbeformular (online oder vor Ort)
  • Ggf. Erlaubnisnachweis (bei erlaubnispflichtigen Gewerben)
  • Gebühr bereithalten (20–60 €, je nach Gemeinde)
  • Gewerbeschein aufbewahren (Kopie für Finanzamt)

Pflichtangaben auf der Rechnung

  • Vollständiger Name und Adresse des Ausstellers
  • Vollständiger Name und Adresse des Empfängers
  • Ausstellungsdatum
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Leistungsbeschreibung (was wurde geliefert/geleistet?)
  • Leistungs-/Lieferdatum (oder Zeitraum)
  • Nettobetrag
  • USt-Satz und USt-Betrag (oder Hinweis auf Kleinunternehmerregelung)
  • Bruttobetrag
  • Steuernummer oder USt-IdNr.
  • Bankverbindung (IBAN)
  • Zahlungsziel
Muster-Kleinunternehmer-Hinweis:
„Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“

Top 5 Steuertipps für das Nebengewerbe

  1. Ausgaben dokumentieren: Alle Ausgaben von Tag 1 dokumentieren — auch vor dem ersten Euro Umsatz.
  2. Homeoffice-Pauschale nutzen: 6 € pro Tag, max. 1.260 €/Jahr (2024).
  3. Arbeitsmittel sofort abschreiben: Geräte bis 800 € netto im Kaufjahr als GWG absetzbar.
  4. Fahrtkosten: 0,30 € pro km (Pendlerpauschale) oder tatsächliche Kosten.
  5. Steuerberater: Ab ca. 30.000 € Jahresumsatz empfehlenswert — spart oft mehr als er kostet.
Marketing & Wachstum

Skalierungs-Workbook: Von 1 auf 10 Kunden

Schritt-für-Schritt-Fahrplan für Selbstständige, die wachsen wollen — ohne mehr Stunden zu arbeiten.

Selbst-Assessment: Wo stehst du?

  • Ich habe 1–3 Stammkunden aber keinen zuverlässigen Nachschub
  • Ich arbeite meist auf Empfehlung, habe aber kein aktives System
  • Ich bin ausgelastet, will aber Preise erhöhen statt mehr Stunden arbeiten
  • Ich will Angebote „productizen“ (gleiche Arbeit, skalierbare Preise)

Phase 1: Angebot schärfen

  1. Definiere dein Premium-Angebot: Welches Problem löst du am besten? Für wen?
    Mein Premium-Angebot:
  2. Kalkuliere einen Preis mit mind. 20% Gewinnmarge:
    Zielpreis:Gewinnmarge:
  3. Schreibe eine 1-seitige „Service-Page“: Wer, was, für wen, Preis, Ablauf.
    Fertiggestellt bis:

Phase 2: Akquise-System aufbauen

  1. Wähle 1 primären Kanal: LinkedIn / Empfehlungen / Kaltakquise / Content
    Mein primärer Kanal:
  2. Definiere dein tägliches/wöchentliches Minimum:
    Mein Minimum:
  3. Baue eine einfache Pipeline: Lead → Kontakt → Angebot → Abschluss
    Pipeline-Tool:

Phase 3: Kapazität schaffen

  1. Identifiziere 3 Aufgaben zum Outsourcen/Automatisieren:
    Aufgabe 1:
    Aufgabe 2:
    Aufgabe 3:
  2. Erstelle eine Onboarding-Vorlage für neue Kunden (spart 2–4h pro Neukunde)
  3. Dokumentiere standardisierte Prozesse für wiederkehrende Aufgaben

Phase 4: Wachstum messen (wöchentliches Tracking)

Neue Leads:Versendete Angebote:
Neue Abschlüsse:Ø Auftragswert (€):
Planung & Organisation

Tool-Stack für Selbstständige: Die 10 wichtigsten Tools

Mit Preisen, Alternativen und Empfehlungen — von Buchhaltung bis Passwortmanager.

KategorieEmpfehlungPreis/MonatAlternativeFür wen
BuchhaltungLexofficeab 7,90 €sevDesk, FastBillAlle
RechnungenLexoffice (inkl.)Zoho Invoice (kostenlos)Alle
ZeiterfassungToggl TrackkostenlosClockifyStundenbasiert
ProjektmanagementNotionkostenlosTrello, AsanaAlle
E-Mail-MarketingBrevo (ehem. Sendinblue)kostenlos bis 300/TagMailchimpMit Newsletter
KundenkommunikationSlackkostenlos (Basis)Microsoft TeamsTeams
Video-CallsZoomkostenlos (40 Min.)Google MeetAlle
VertragsunterschriftDocuSignab 10 €/Monatskribble.comMit Verträgen
PasswortmanagerBitwardenkostenlos1Password (3 €/Monat)Alle
Cloud-SpeicherGoogle Drivekostenlos 15 GBOneDrive (Microsoft 365)Alle
Tipp: Starte mit kostenlosen Versionen. Upgrade nur wenn du aktiv nutzt und der Nutzen den Preis übersteigt.
Marketing & Wachstum

Business-Ideen-Finder: 15 Fragen zur richtigen Nische

Beantworte jede Frage ehrlich und schriftlich — nicht im Kopf behalten! Entdecke welche Geschäftsidee zu dir passt.

Deine Stärken (Fragen 1–5)

1. Was können Menschen bei dir besser als die meisten anderen in deinem Umfeld?
2. Wofür wirst du von anderen um Rat gefragt?
3. Welche Fähigkeiten hast du in deinem bisherigen Berufsleben aufgebaut?
4. Was machst du in deiner Freizeit, wofür andere Geld bezahlen würden?
5. Welche Aufgaben fallen dir leicht, die anderen schwerfallen?

Dein Markt (Fragen 6–10)

6. Wer würde für deine Fähigkeiten zahlen? (Unternehmen, Einzelpersonen, Branche?)
7. Welches konkrete Problem kannst du für diese Menschen lösen?
8. Gibt es bereits Konkurrenten? (Gut! Zeigt, dass Nachfrage besteht)
9. Was wäre dein USP — was machst du anders oder besser?
10. Könntest du mit dieser Idee in 6 Monaten die ersten 1.000 € verdienen?

Deine Rahmenbedingungen (Fragen 11–15)

11. Wie viele Stunden pro Woche kannst/willst du investieren?
12. Wie viel Startkapital steht dir zur Verfügung?
13. Kannst du von zu Hause arbeiten oder brauchst du Räumlichkeiten?
14. Wie wichtig ist dir Flexibilität vs. Stabilität?
15. Was soll dein Leben in 3 Jahren aussehen?
Auswertung:
10+ klare Antworten → Du bist bereit — starte mit Schritt 1 der Gründungs-Checkliste!
5–9 Antworten → Führe das Gespräch mit 3 vertrauten Menschen, die dich gut kennen.
Unter 5 Antworten → Schreibe 30 Tage lang täglich 3 Dinge auf, die dir Energie geben.

Mehr Ressourcen für deine Selbstständigkeit

Neben den Checklisten findest du auf dieser Website ausführliche Leitfäden zu allen wichtigen Themen rund um die Selbstständigkeit.